Sonntag, 11. April 2010

Die Weltanschauung der Katharer


 Die Weltanschauung der Katharer

die Katharer und ihre Religion, Glaube

Die Katharer

Die Katharer (= die Reinen) sind eine Glaubensbewegung des 11. Jahrhunderts. Zum größten Teil breiteten sie sich im Süden Frankreichs aus. Sie selbst nannten sich „veri christiani“ die wahren Christen oder „boni homines“ gute Menschen. Diese Abkehr vom herkömmlichen katholischen Glauben, führte dazu das sie durch Kreuzzüge und Inquisition vernichtet wurden. Die Katholische Kirche nannte sie die „Katzen Satans“ (= Kätzer, Ketzer).Die Verbreitung der Katharer

Das woran die Katharer glaubten und wo sie pflegten zu beten, wurde von der Katholischen Kirch vernichtet und die meisten Aufzeichnungen ihrer Kultur wurde von der Kirch geschrieben. Damit sind diese Quellen natürlich nicht Glaubenswert, da sie aus Verhöhnungen und Verfälschungen bestehen.

Gott ist Geist

Die Katharer glaubten Gott ist Geist. Seit Ewigkeiten ist er die vollkommene Liebe. Er ist in sich vollkommen, unveränderlich, ewig und gerecht. Nichts Böses und nichts Vergängliches kann in ihm sein, noch von ihm kommen. Infolgedessen können seine Werke nur vollkommen, unveränderlich, voller Liebe, gerecht und gut sein wie der Gott selbst.

Welt voller Unvollkommenheit, Vergänglichkeit und Veränderlichkeit

Nun aber haben die Katharer festgestellt, dass unsere Welt den Werken Gottes wenig entspricht. Sie sehen diese Welt voller Unvollkommenheit, Vergänglichkeit und Veränderlichkeit. Sie sagen, dass die Grundsubstanz oder die Materie dieser Erde vergänglich, unvollkommen, veränderlich, voller Übel und Leid sei. Hier gäbe es keine Ewigkeit, sondern nur den Tod für alle Lebewesen.
Die Materie dieser Welt ist also unvollkommen. Die Gottheit aber ist die vollkommene Liebe. Die Geschöpfe dieser Welt werden nur geboren, um nach einem mehr oder minder leidvollen Leben zu sterben. Die Gottheit aber ist das ewige Leben.
Gemäß diesen Behauptungen sahen die Katharer einen deutlichen Widerspruch zwischen der Vollkommenheit Gottes und der Unvollkommenheit der Materie dieser Welt. Vollkommenheit und Unvollkommenheit aber seien nicht ineinander vereinbar.
Unvollkommenes kann aber nicht von etwas Vollkommenen verursacht sein. Daher können die irdische Welt und die irdischen Geschöpfe nicht von einem vollkommenen Gott erschaffen worden sein.
Kommt diese Schöpfung von Gott? Weshalb hat er sie dann nicht vollkommen erschaffen? Hat er sie vollkommen erschaffen wollen, es aber nicht tun können? Dann ist Gott nicht allmächtig und selbst nicht vollkommen.
Wenn Gott diese irdische Welt vollkommen erschaffen konnte, es aber nicht hat tun wollen, so wäre das grausam, hätte das nichts mit vollkommener Liebe zu tun.
Aus dem Gesagten schließen die Katherer, dass Gott diese irdische Welt nicht erschaffen habe. Sie unterscheiden sich mit dieser Feststellung von der üblichen esoterischen Auffassung, nach der die Menschen gerade durch diese Unvollkommenheit der Welt in die Lage gesetzt werden, sich von Leben zu Leben zum Gottmenschentum und zur Gottheit selbst hin zu entwickeln. Eine Welt der Vollkommenheit aber würde ein Stehenbleiben für immer bedeuten. Die Weltanschauung dieser Spätgnostiker entspricht also nicht der heute üblichen esoterischen Lehre.

Die irdische Welt ist nicht von Gott

Diese irdische Welt wäre also nicht von Gott, sondern von seinem Gegenpol, dem Archon oder auch Satan erschaffen worden. Die Katharer berufen sich darin auf den Anfang des Johannes_Evangeliums, den sie folgendermaßen übersetzten:

"...Durch das Wort ist ALLES geworden, (=die Welt Gottes)...
und ohne das Wort ist NICHTS geworden, was gemacht ist (=die Welt der Finsternis oder Satans)"

Hier ist die Lehre vom Dualismus oder der Zweigeteiltheit des Kosmos. Nach dieser Lehre stehen sich seit Uranfang oder schon immer und ewig zwei entgegengesetzte Welten im Kosmos gegenüber: Die Welt Gottes und die Welt Satans.
Die Welt Gottes entspricht dem Wesen Gottes: sie ist vollkommen. Die Welt Satans dagegen ist unvollkommen, vergänglich und voller Leiden. So wie das Wesen Gottes die Liebe ist, so ist das Wesen Satans das Leid.
Die Katharer haben die Materie Satans dam Geist Gottes gegenübergestellt. Dabei sind sie der Überzeugung, dass Satan selbst auch Geist sei.

Gott der Schöpfer, Satan der Nachahmer

Gott wird als der eigentliche Schöpfer dargestellt, Satan dagegen als der Nachahmer Gottes. Als Gott in seinem Weltall seine gute und vollkommene Schöpfung begann, wollte auch der Archon in seinem Weltall etwas Ähnliches beginnen. Gott hatte seine Welt in sieben Himmel eingeteilt. Infolgedessen schuf Satan auch sieben Ebenen von unterschiedlicher Beschaffenheit, in denen die Materie von Ebene zu Ebene immer feiner wird.
Beide Schöpfer hätten nun Sonnensysteme und Milchstraßen geschaffen. Beide hätten sie ihre Planeten mit Pflanzen und Tieren bevölkert.

Die Menschen

Als nun Gott nach seinem Bild Menschen erschuf, hätte Satan auf der irdischen Welt das Gleicher versucht. Es sei ihm aber nicht gelungen, selbstbewusste Menschen- und Tierwesen zu erschaffen. Aus der Erde seiner Welt hätte er nur lebensunfähige Ungeheuer erschaffen können, die er dann immer wieder vernichtet hatte.
Voller Neid sah Satan hinüber zum Reich Gottes. Alle Nachahmungen brachten ihn nur immer neue Enttäuschungen, denn der Welt Satans fehlte eine bestimmte Substanz, die Geistsubstanz Gottes, aus der allein selbstbewusste Menschen und Tiere entstehen können. Satan fehlte die Liebe und die Freude, die die Essenz der menschlichen und tierischen Geistseele ausmachen.

Krieg der Himmel

Da Satan nicht glaubte, dass Gott ihm freiwillig Geistseelensubstanz zur Verfügung stellen würde, beschloss er, sie sich mit Gewalt zu holen. So kam es zum "Krieg der Himmel", über den es in fast allen Religionen ausführliche Berichte gibt. Auch der berühmte "Engelssturz" wird hier ganz anders als üblich interpretiert. Die Grundanschauung entnehmen die Katharer der Apokalypse oder Offenbarung des Johannes.

"Siehe, ein Drache, ein Drache, feurig und gewaltig groß, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und sieben Diademen auf seinen Köpfen. Sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde.“

Die Heimkehr des Drachen

Für die Katharer ist also die Offenbarung keine Zukunftsschau, sondern der Bericht ihrer Erkenntnislehre.
Die Heimkehr des Drachen sah einem Sturz ähnlich, denn er der Drache und sein Dämonenschwanz wurden aus den Himmeln Gottes als Fremdkörper ausgestoßen und in ihr eigenes materielles Weltall zurückgestürzt Nach der katharischen Version, die man auch bereits bei den Manischäern findet, werden nicht himmlische Engel gestürzt, sondern der Archon Satan und sein kriegslüsternen Scharen.
Jetzt fragt man sich natürlich warum Gott nichts unternommen hat, um dieses Drittel seiner gestohlenen himmlischen Sterne zurück zu erobern? Darauf wird geantwortet: "Gott ist so gut, dass er nur die Waffen der Barmherzigkeit und der Liebe zur Verfügung hat. Gott ist nur im Guten allmächtig und auch nur dort schaffen was er will. Gott kann kein Übel wollen und nichts Böses tun. Daher leistet er dem Bösen bei seinem Einbruch in den Himmel auch keinen Widerstand.

Der Archon machte aus den selbstbewussten Geistwesen und später aus der ganzen Geistsubstanz vor allem die Geister der Menschen, dann der Tiere, der Pflanzen und aller Lebewesen. Die ersten Menschen waren Eva und Adam. Aus irdischer Materie schuf Satan nun irdische, tierische Körper. Er schläferte zwei Geistwesen ein. Diese versetzte er in zwei Materiekörper, hauchte sie an, wodurch sie unauflöslich für sehr viel Leben in den Körpern gefesselt wurden.
Man kennt ja eine ähnliche Geschichte aus der Bibel, wo JHVH den ersten Menschen erschafft. Nach der Darstellung der Katharer ist der "Hauch" nicht die unsterbliche Seele, sondern nur eine Fessel des unsterblichen göttlichen Geistwesens.


Eva und Adam

Als die beiden Geistwesen Eva und Adam erwachten, sahen sie sich in irdischen Körpern eingesperrt. Diese Körper waren aus so dichter Materie, dass sie von ihrer Umwelt fast nichts wahrnehmen konnten. Durch die Materiefessel und den festen Körpern waren Eva und Adam sehr behindert. Sie konnten die Welt Satans nicht mehr verlassen. Ihre Körper waren wie die der heutigen Menschen aus vergänglicher Materie geformt, deren Vergänglichkeit sie eines Tages zum Tode führen würde. Aber es ist nur der Körper, der stirbt, nicht aber das göttliche, unsterbliche Geistwesen. Das Geistwesen wird nach dem Tode des Körpers nicht frei und kann nicht in seine geistige Heimat zurückkehren. In Satans Fesselgewänder gehüllt muss es auf Satans Welt bleiben und da die Gesamtzahl der Geistwesen (ein Drittel der himmlischen Sterne) begrenzt ist, wird ein Geistwesen, dessen Körper gestorben ist, bald von Satan zu einer neuen Verkörperung in einem anderen, neu geborenen Körper gezwungen. In diesem neuen Körper das Leiden des Lebens immer wieder erneut erfahren, denn die Schmerzen des Körpers werden auch die Schmerzen des Geistkörpers sein. Mit diesem Körper wird es „die Geistseele“ altern, wird es sich dann zu immer neuen Verkörperungen in anderen, neu geborenen Körpern gezwungen sehen.

Die katharische Sicht zeigt sich hier sehr unterschiedlich von der biblischen. Eva ist hier nicht die „Männin Adams“. Sie ist kein Ableger von Adam, ist nicht aus seiner Rippe gemacht, ist nicht seine Tochter wie die Eva der Bibel. Eva ist ein selbstständiges Wesen, das zugleich mit Adam entstanden ist. Daher ist diese Eva bei den Katharern auch nicht Adam untergeordnet.

Seid fruchtbar und mehret Euch!

Satan oder Jhvh oder der Archon hatten zu den beiden ersten Menschen gesagt:

 „Seid fruchtbar und mehret Euch!“ In ihre irdischen Tierkörper hatte der Archon von Anfang an den Fortpflanzungstrieb eingebaut, der sich zu immer neuen, unbewusst erlebten geschlechtlichen Vereinigungen zwang deren Resultat immer mehr Kinder waren. Durch den Archon wurden immer mehr neue, aus dem „Sternendrittel“ stammende Geistwesen durch diese unfreiwillige Fortpflanzung in menschliche Körper eingeschlossen. Schon bald bevölkerte sich diese Welt mit immer mehr Menschen, Tieren usw. Durch Leid, Krankheit, Unwetter usw. trat der Tod ein, so dass die Menschen, Tiere und Naturgeister nur immer kürzere Zeit leben konnten. Eva und Adam sollen noch 900 Jahre gelebt haben. Die Menschen des Mittelalters hatten nur eine Lebenserwartung von 30 Jahren, während es in der heutigen Zeit etwa 90 Jahre sein dürften.

Da behauptet der Schriftsteller, der SS-Oberst Otto Rahn in seinem Bch „Der Kreuzzug gegen den Gral“ durch Kain sei der Tod in die Welt gekommen. Schon die Frau Blavatzky schrieb um 1875 dass Abels vergossenes Blut das eines jeden jungen Mädchens gewesen sei das entjungfert wird denn Abel ist und war ein Mädchenname.

Die ersten Menschen

Die ersten Menschen lebten nach den Aussagen der Bibel in einer Welt, die heute das „Paradies“ genannt wird. Dieses „Paradies“ hatte der Archon der Gotteswelt nachempfunden und nachgeahmt. Er hatte es geschafft, um die menschlichen Geistwesen die Himmelswelt Gottes vergessen zu lassen. Und das gelang dem Archon schon bei Eva und Adam, die durch ihre schweren Materiehüllen ohnehin kaum in der Lage waren, allzuviel von ihrer Umwelt wahr zu nehmen. Sie lebten, aßen und tranken von den Früchten des Paradiesgartens. Sie pflanzten sich unbewusst fort, vermehrten sich immer mehr. Die Kinder Eva überquerten die Grenzen des Paradieses und besetzten die ganze Erde, d.h. Das ganze materielle Weltall. Dabei folgten die Kinder unbewusst dem Beispiel ihrer Eltern und vermehrten sich ständig, ohne dass ihnen ihr Tun irgendwelche Schmerzen gemacht hätten. Sie waren ja noch reine Gefangene, die man in Materie wie in einen dicken Panzer eingeschlossen hatte. Wenn sie als Geistwesen denken konnten, besaßen sie keine Möglichkeit, ihrem Denken Ausdruck zu verleihen. Ihre tierischen, archonten ähnlichen Körper folgten dem Vermehrungsgebot, ohne dass ein Einfluss seitens der göttlichen Geister erfolgen konnten.
Bei diesen ersten, unbewusst gezeugten Kindern Evas und Adams handelt es sich nicht um Kain und Abel, denn diese wurden schon bewusst gezeugt. Es geschah in einer Zeit, als die ersten Menschen durch die „Schlange“ (= die erste Erlöserin aus der Welt Gottes) bereits die erste Gnosis (=Erkenntnis) gewonnen hatten. Wenn man in der Bibel liest, Kain sei „nach der Tötung Abels“ zu einem anderen Volk gegangen und hätte sich hier eine Frau genommen, dann stammt diese von Kindern ab, die Eva und Adam nicht oder noch unbewusst gezeugt hatten.
Weder die Katharer, die Manischäer oder sonstige Gnostiker geben einen Zeitpunkt an, bis zu dem dieser unbewusste Zustand gedauert hat. Die Wissenschaft ist aufgrund von Knochenfunden der Ansicht, dass die ersten Menschen plötzlich vor 2 oder 4 Millionen Jahren auf der Erde erschienen seien. Hängt das Bewusstwerden mit einer Formveränderung zusammen? Waren die ersten Menschen das Ergebnis einer plötzlichen Mutation, d.h. Einer sprunghaften Veränderung einer Affen oder schweineähnlichen Tierart? (Anmerkung: Das Schwein nach dem Anatomen Prof. Dr. Sieve wegen der 278 Muskeln am Hinterbein, die auch das menschlich hohen Intelligenzgrad).

Körperliche Verwandtschaft zu den Tieren

Die ersten Menschen haben eine körperliche Verwandtschaft zu den Tieren dieser Welt, denn auch ihr Körper ist der eines Säugetieres, Nicht mal von der Gehirnbildung her unterschieden sich die Tiere von Anfang an von den Menschen. So unterscheidet sich auch das Selbstbewusstsein der Menschen nicht von dem der Tiere.

Was man früher und heute in der Erde gefunden hat, das sind die Reste der Fehlschöpfungen des irdischen Archons, den Rest jener Ungeheuer, als der Archon den Versuch machte, Menschen und Tiere ohne den göttlichen Geist herzustellen oder hat der Archon diese Reste auch bewusst vernichtet, damit keine Spuren seiner Schande zurückblieben. Schon die mittelalterlichen Menschen sahen in den Knochen der vorsintflutlichen Saurier Rest von Fehlentwicklungen bei der Erschaffung von Menschen und Tieren. Und diese Menschen des Mittelalters kannten bereits die Kohle, die ja nur ein Überbleibsel früherer Baumfarnwälder ist. Also hatte es schon vor der Erschaffung des Paradieses völlig anders aussehende Großpflanzen gegeben, als es die heutigen Bäume sind.
In den Höhlen, in denen diese Katharer im Mittelalter in der Verfolgungszeit teils lebten, teils ihre religiösen Feiern abhielten, hatten die Gläubigen Höhlenzeichnungen mit ganz anders gestalteten Menschen gesehen. Daraus schloss man, dass auch die menschliche Körperform sich von der Schöpfung an sehr verändert hatte, denn die im menschlichen Körper wohnende Geistseele hat die materielle Körperform der eigenen geistigen Form angepasst.
Diese Feststellung widerspricht der Bibel, die behauptet, dass sich der Mensch von der Erschaffung an nicht mehr verändert hätte. Die heutige Wissenschaft aber beweist heute, dass sich die menschliche Form seit dem Co-magnon-Menschen und dem Neandertaler deutlich verändert hat.
Der Zustand der unbewusst erlebten Paradieses durch die ersten Menschen dauerte nur bis zu dem Zeitpunkt der ersten Erkenntnis.

Die erste Erkenntnis oder Erlösung

Die Gottheit hat niemals den fruchtbaren Raub vergessen, den der Archont oder der satanische Drache begangen hatte. Inzwischen hatte die Gute Gottheit die Himmelswelten so vollkommen wiederhergestellt, wie sie vor dem Krieg in den Himmeln gewesen waren und der „Hüter der Schwelle“ würde weitere Einbrüche verhindern. Nun begann die lichte Gottheit, an die Befreiung der verschleppten Geistwesen zu denken. Daher sandte die Gottheit ihre Tochter Sofia (=die Weisheit) hinunter in die materielle Welt des Archonten. Sofia sollte den in den Menschen gefangenen Geistwesen den Weg der Befreiung zeigen. Sofia brachte mit ihrem Abstieg in die materielle Welt ein großes Opfer, denn das Leben eines göttlichen Lichtwesens ist in der dunklen Welt des Archonten furchbar.

Welt des Archons

Natürlich ist die Welt des Archons, also die materielle Erdwelt, nicht ganz dunkel, denn auch hier gibt es Sonnen, die die Dunkelheit aufhellen. Aber ihr Licht ist nur veränderte Dunkelheit gegenüber dem Licht der Guten lichten Gottheit. Der besseren Unterscheidung dieser beiden Lichtarten wegen sprechen die Gnostiker und die Katharer von „Gotteslicht“ oder auch von „Überlicht“. Die Gottheit selbst ist das Gotteslicht und die Menschen haben das gefangene Gotteslicht in sich. Es ist das menschliche göttliche Ego oder Selbstbewusstsein.
Die Tochter der Gottheit heißt Sofia oder Weisheit. Sie umkleidet sich für ihren Aufenthalt in der Welt des Archon mit einem Scheinkörper, damit sie sich hier bewegen, also hier handeln kann. So bekleidet dringt sie nun in das Paradies ein und gelangt zu den ersten Menschen, zu Eva und Adam. Die erste Erlöserin wird in der Bibel eine „Schlange“ genannt, weil sie sich schlangen gleich in die materielle Welt eingeschlichen hätte. Sie wird in der Bibel als teuflisch und böse geschildert. Darin sehen die gnostischen Katharer den satanischen Einfluss in der Bibel, die ein gutes und göttliches Wesen verteufelt. Die heutigen Menschen, denen die entstellte Paradieslegende erzählt wird, glauben noch immer, die Schlange sei ein böses Wesen gewesen, das die ersten Menschen zur Sünde verführt hätten. Da der Archon selbst teuflisch ist, kann Sofia es gar nicht sein.

Die Ophiten

Diese Feststellung ist rein gnostisch. Sie erinnert an die Ophiten oder Schlangenverehrer, die die Schlange deshalb angebetet haben, weil sie gegen Jhvh opponiert hätten. Für die Ophiten ist die Schlange sogar die Gute Gottheit selbst.
Der Archon Jhvh muss eine Befreiungsaktion von Seiten der Gottheit geahnt haben. Daher hatte er Eva und Adam verboten, die „Frucht vom Baum der Erkenntnis“ zu pflücken und zu essen. Jhvh hatte den Menschen die Todesstrafe angedroht, wenn sie sein Gebot oder Verbot übertreten würden. Aber Leid und Tod sind auf dieser materiellen Welt ohnehin schon in die Materie und die materiellen Körper einprogrammiert. Durch dieses Gebot oder Verbot wollte sich der Archon nur seiner ewigen Herrschaft über die Menschen versichern, denn alle Menschen, die noch nicht vom „Baum der Erkenntnis“ gegessen haben, sind unwissend, blind und unfähig zur Selbstbefreiung.

Die Frucht vom Baum der Erkenntnis

Was ist das nun für eine „Frucht“ die am „Baum der Erkenntnis“ wächst? Ist es ein Apfel, wie es die Dichter und Maler dargestellt haben? Ist es eine Feige, und war der Baum der Erkenntnis ein Feigenbaum? Oder bedeutet das „Essen der Frucht“ etwas Geistiges? Ist die „Frucht“ nur ein Symbol?

Die Bibel hat den Menschen diesen Punkt verschwiegen. Die Antwort findet man zum Teil in den jüdischen Geheimlehren und in der gnostisch-katharischen Lehre. Hier findet man folgende Anschauung:
Bei der „Frucht“ handelt es sich nicht um eine Frucht. Beim „Baum der Erkenntnis“ handelt es sich nicht um einen Baum. Diese Frucht kann man weder pflücken noch essen. Die Frucht ist nur ein Symbol. Die Frucht ist das Symbol für den wollüstigen Geschlechtsverkehr, bei dem die körperliche Fortpflanzung ausgeschlossen bleibt. Der Baum der Erkenntnis ist der Gummi- der Feigenbaum, aus dessen Saft die Gnostiker und die Katharer das erste Empfängnisverhütungsmittel der Welt herstellten. Man könnte es mit einem Schutzmittel oder der heutigen Pille vergleichen. So wie heute die katholische Kirche und ihr Papst die Pille verbieten, so verbot schon der alttestamentarische Jhvh den Menschen die „Frucht“. Wenn die Gnostiker und die Katharer hier von „wollüstigem Geschlechtsverkehr“ sprechen, dann meinen sie nicht nur, dass die Wollust eine angenehme Freude sei. Für sie ist die Wollust nicht Selbstzweck, sondern sie ist es, die die Menschen über die „Erkenntnis“ zur Befreiung führt. Die Erkenntnis ist nicht nur das Wissen um Gut und Böse. Nach gnostischer Anschauung befreit diese Befreiung die Menschen als göttliche Wesen von den Fesseln Satans. Denn der Geschlechtsverkehr in allen seinen guten Formen wie auch die Selbstbefreiung öffnen die Tore im Gefängnis des menschlichen Körpers, durch die die Menschen den Heimweg zur göttlichen himmlischen Heimat antreten können. Das ist übrigens der besondere Sinn des 18. Grades, das diesbezügliche Geheimwissen der Einweihung zur Anwendung zu bringen.

Sofia erscheint im Paradies

Sofia, die Tochter der Gottheit, erscheint also eines Tages im Paradies bei Eva und Adam, als sich der müde Jhvh gerade zu einem Mittagsschläfchen hingelegt hat. Die Gelegenheit ist also günstig. Sofia spricht mit Eva, erzählt ihr von der „Frucht vom Baum der Erkenntnis“, die klug mache. Eva wehrt sich zuerst, erwähnt das Verbot durch ihren sogenannten „Schöpfer“, will nicht essen, hat Furcht vor dem angedrohten Strafe. Aber Sofia verkündet Eva, dass sie nicht sterben werde, sondern dass sich selbst wieder göttlich werden wird: „Ihr werdet Götter werden“. Durch das „Essen der Frucht“, durch die „Wollust“ also, werdet ihr wie Gott. Mit „Gott“ meint Sofia hier nicht den „schöpferischen“ Archon Jhvh, sondern die wahre Gottheit, deren Tochter Sofia ist. Durch die Kraft der Gottheit gelingt es Sofia, Eva und Adam zu überzeugen, die nachdem sie durch die „Frucht“ die Empfängnis ausgeschlossen haben, sich sogleich ans „Essen“ machen, also eine reine Wolllustvereinigung durchführen.

Noch während sie in den ersten Wonnegefühlen erbeben, öffnen sich ihre geistigen Augen. Eva und Adam erkennen einander als göttliche Wesen, als Götter, wie es ihnen die „Schlange“ verheißen hat. Die erste Öffnung in der satanischen Körperfessel hat sich bei ihnen durch die Wollust eröffnet. Nach der esoterischen Anatomie der gnostischen Katharer befindet sich die Öffnung in der Gegend der Geschlechtsorgane beider Partner. Hier befindet sich der Hauptsitz des göttlichen Geistwesens, des Bewusstseins oder des Ego. Durch die wollüstige Liebe und ihren Höhepunkt treten beide Geistwesen miteinander in Kontakt.

Gotteslicht

Gleichzeitig mit dieser Kontaktaufnahme öffnet sich bei beiden Partnern ein göttliches Schwingungszentrum, das freies Gotteslicht in die Körper aufnehmen kann. Dieses freie Gotteslicht bewirkt die endgültige Befreiung. Dieses Gotteslicht wird Eva und Adam und auch allen anderen Menschen durch Sofia übermittelt. Freies Überlicht unterliegt nicht der satanischen Fessel, und es kann vom Archon nicht beeinflusst werden. Freies Gotteslicht stärkt das in den Menschen als Geistwesen gebundene Gotteslicht und bewirkt mit ihm zusammen die „Durchlichtung“ der Körper des Menschen. Je mehr freies Gotteslicht die Menschen in sich aufnehmen, desto dünner wird die Fessel Satans. Eines Tages ist die Fessel so aufgelichtet, dass sich das göttliche Geistwesen befreien und zu Gott heimkehren kann.
Daraus ergibt sich aber auch, dass der Archon-Gott-Jhvh die Wollust in den Religionen der Menschen als „Todsünde“ verboten hat. Fortpflanzen soll sich der Mensch. Er soll es aber wie ein bewusstloses Tier tun, das nur den Trieb, nicht aber die wollüstige Liebe kennt. Vom Standpunkt des Archons aus ist es sehr verständlich, dass er den Menschen die wollüstige Freude verbreitet, denn sie befreit die Menschen aus dem Zyklus der Wiedergeburten.

Bekenntnis zur Wollust

Bei diesen Gnostikern findet man etwas Einmaliges: Die Bekenntnis zur Wollust. Sie glauben nicht an die Gnade irgendeines „Gottes. Sie erkennen die Welt, benutzen ihre Kräfte, um zu ihrer himmlischen Gottheit heimzukehren.

Als Eva und Adam nun den Höhepunkt der Wollust überschritten hatten, wurden sie sich ihrer Schutzlosigkeit bewusst. Denn mit der Erkenntnis von Gut und Böse hatten sie begriffen, das ihr sogenannter „Schöpfer“ in Wirklichkeit ihr größter Feind und Sklavenhalter war.
Die Katharer behaupten, dass die Bibel falsch übersetzt oder bewusst gefälscht worden sein, wenn es darin heißt, dass Eva und Adam sich geschämt und sich deshalb Feigenblätter vor die Geschlechtsorgane gebunden hätten und dass sie vor Jhvh in ein Versteck im Wald geflohen seien. Die Feigenblätter sind nur das sind nur das Symbol für die Empfängnisverhütung und das Verbergen ist die positive Folge ihrer Erkenntnis über den bösen Charakter Jhvhs.
Man weiß, mit welcher Wut Jhvh die Menschen aus seinem Pardies vertreibt, wie er sie verflucht, in einem Jammertal zu leben und wie er auch die „Schlange“ verflucht, die von nun an nur noch auf der Erde kriechen und Erde fressen sollte.
Diese verschlechterten Lebensbedingungen erschweren nun das Leben der Menschen, die nun Not und Krankheit kennen lernen. Dennoch können sie von nun an durch die Erkenntnis den Weg der Aufwärtsentwicklung gehen, der ihnen vorher versperrt war.

Sofia die Erlöserin

Für die gnostischen Katharer ist Sofia die Erlöserin. Sie bleibt bei den Menschen. Sie zeigt ihnen Mittel und Wege, das Jammertal der Erde langsam zu einer Basis für den geistigen Aufstieg zu entwickeln. Sofia schützt die Erkennenden, während Jhvh einen „Weltuntergang“ nach dem anderen sendet oder das Feuer auf Sodom und Gomorrha herunter regnen lässt. Aber die von Sofia geschützten Menschen überleben wie Lot und seinne Töchter, die sich durch die körperlich-seelische Liebe aufwärts entwickeln und zur Befreiung gelangen. Die esoterische Praxis, die sich auf Lot und seine Töchter bezieht, nennt man Seidr. Kinder, die aus einer solchen Liebesbeziehung geboren werden, werden wie ihre Eltern Seidris genannt. Sie sind Vollkommene, denn sie sind befreit. Wenn sie aber noch hier in der materiellen Welt bleiben, dann weil sie freiwillig bereit sind, anderen Menschen auf dem Weg der Befreiung zu helfen.
Die Befreiung erfolgt nach katharischer Ansicht entgegen dem Schicksal oder Karma. Während die meisten Esoteriker der Meinung sind, dass das Karma selbst verschuldetes Schicksal darstelle, sind die Gnostiker davon überzeugt, dass es ihnen vom Archon auferlegt wird, damit sie sich nicht aufwärts entwickeln und befreien können. Nur durch ErkenntnKatharer auf dem Scheiterhaufenis, Liebe und Freude und enge Zusammenarbeit mit Sofia kann so viel freies Gotteslicht aufgenommen werden, dass eine Befreiung von den Fesseln der Materie erfolgt.

Katharer lehnen das übliche Kirchentum ab

Die gnostischen Katharer lehnen das übliche Kirchenchristentum ab. Sie demaskieren die römische Kirche, sie versuche, aus den Menschen Schlachtvieh zu machen. Sie versuche weiterhin, durch die zehn Gebote und die tausend von ihnen abgeleiteten Kirchengebote die Menschheit noch weiter zu verdummen.

Doch der Weg der Aufwärtsentwicklung durch Erkenntnis, Liebe und Freude hat seine Schwierigkeiten. In der Zeit vor etwa 2000 Jahren befindet sich die Menschheit im Feudalismus. Wenige Adlige herrschen diktatorisch über die wenigen Freien und die weitaus zahlreichen Sklaven. Wo bleibt da für die große Volksmassen der Weg der Freude und der Liebe? Außer den wenigen Herrschenden kann niemand der geistig-seelisch-körperlichen Liebe und Wollust hingeben. Die Menschen sind so versklavt, dass sie nicht mal ihre Liebespartner selbst wählen können. Der Weg der Erkenntnis ist damit so ziemlich versperrt.

Kommentare:

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    1. Wenn man in sich hineinspürt, wird sich es so offenbaren

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